Claudius
Bereits die alten Römer haben es verstanden, die Vorzüge mehrere Traubensorten in einem Wein zu vereinen. In diesem Fall sind dies der fruchtige Welschriesling, der feine Weißburgunder und der vollmundige Morillon.
Alkohol: 11,0 % Vol.
Zuckerrest: 7,5 g/l
Säure: 5,4 g/l
Preis: 6,- €
Die Claudius-Sage
Vor langer, langer Zeit stand das Römische Reich kurz vor dem Untergang. Schuld daran war nicht irgendeines der vielen kriegerischen Völker. Die Ursachen waren sehr viel pikanter: Die Römer hatten die Kunst der Fortpflanzung verlernt. Vor lauter Kriege-Führen, Imperium-Ausweiten und Im-Senat-Diskutieren kamen sie nicht mehr dazu, ihren ehelichen Pflichten nachzugehen. Claudius, der große Kaiser, war verzweifelt. Was sollte er tun? Wie konnte er sein Reich vor dem drohenden Untergang bewahren?
Da drang die Kunde an sein Ohr, dass man in einem kleinen Dorf in der Provinz Noricum mit großer Leidenschaft genau dem frönte, was die Römer verlernt zu haben schienen. Claudius war wie vom Schlag gerührt. Eilig schickte er einen Boten aus, um in Erfahrung zu bringen, was in diesem kleinen Dorfe (das wir heute "Löffelbach" nennen) vor sich ging.
Als der Bote ankam, traute er seinen Augen nicht. Die Leute in dem Dorf waren vital und fröhlich, strotzten nur so vor Kraft und gingen mit großem Eifer jener Beschäftigung nach, die im Rest des Römischen Reiches so aus der Mode gekommen war. "Wie ist das möglich? Was ist euer Geheimnis?", rief der Bote, aufgeregt von einem Bein aufs andere steigend. Da hießen ihn die Leute, sich hinzusetzen - und sie offenbartem dem Boten, worin das Geheimnis ihrer Lebensfreude lag.
Erst Wochen später erschien der Bote wieder im Palaste Claudius'. Im Arm hatte er eine anmutige Schönheit und in seinen Augen lag ein Glanz, den der Imperator nie zuvor gesehen hatte. "Du hast es gefunden, das Geheimnis!", rief Claudius entzückt und ließ gleich einen Diener ausschicken, um einen Korb voll Gold als Belohnung herbei zu schaffen. "Nun sag es schon; erweise deinem Herren und Imperator die Ehre und sage ihm: Was bringt das Feuer in diesem Dorf zum Lodern; was haben sie, was wir nicht haben?"
Da holte der Bote lachend ein Gefäß unter dem Umhang hervor und rief: "Es ist der Wein, mein Herr, nichts anderes als der Wein".
Da wusste Claudius, wie er seinen liebesmüden Untertanen Beine machen konnte. Und ein kleines Dorf in der Provinz Noricum rettete das große Römische Reich vor dem Untergang.
Der Komödie zweiter Teil
Mancherorts erzählt man sich sogar noch mehr. So soll Kaiser Claudius selbst vom Virus der geschlechtlichen Lustlosigkeit befallen gewesen sein. Aus allen Teilen seines Reiches hat man die schönsten und liebreizendsten weiblichen Geschöpfe herbeigeholt. Doch keinem von ihnen - nicht einmal dem schönsten - gelang es, den Kaiser zu kurieren.
Sollte er am Ende überhaupt ohne Nachkommen bleiben? Würde sein edles Blut für immer versiegen?
Erst der vom Boten mitgebrachte Wein errettete den Kaiser. Von dem himmlischen Getränk war Claudius so angetan, dass er höchstpersönlich in das Dorf reiste, in dem man ihn gekeltert hatte. Dort fühlte er sich wie ein neuer Mensch. Ein ganzes Jahr verbrachte Claudius unter dem heiteren Volk, welches sein Reich vor dem Untergang bewahrt hatte. - Ein Jahr, in dem er so manches von dem nachholte, was er in Rom versäumt hatte. Wie man munkelt, sollen sich sogar unter den heute lebenden Löffelbachern noch viele Nachfahren des großen Herrschers befinden.
